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03/17/20

Caleb Smith ULTRA SF to LA

ULTRA ist für mich nicht nur Skaten, es ist ein Gefühl, welches nur schwer zu beschreiben ist, egal wie oft ich es versuche.
Immer wenn ich passende Worte gefunden habe, überwältigen mich neue Gefühle und dadurch entsteht neues Lebensgefühl und Energie. Jedes Mal, wenn ich Skate, finde ich mich in einem Zen-artigen Zustand der Zufriedenheit, Dankbarkeit und ja, sogar der Erleuchtung. Ab diesem Moment freue ich mich dann sofort auf die nächste Skate-Session.

ULTRA ist ein Dokumentarfilm, der von meinem langjährigen Freund und Skate-Mentor Bruce Bales zusammen mit der Hilfe von Spencer Smith und Katie Baird gefilmt und geschnitten wurde. ULTRA ist ein Vorgeschmack auf meine Version von ULTRAskating.
Ultraskating ist ein Stil, den ich in den letzten Jahren meiner langen Reise durch die Skatewelt für mich selbst kreiert und perfektioniert habe. Ich dokumentiere meine zehntägige Skatereise auf dem California Coastal Highway 1 von San Francisco, Kalifornien, nach LA über eine Strecke von über 500 Meilen und einem gewaltigen Höhenunterschied.

Ich bin dabei durch einige der atemberaubendsten Landschaften geskatet, die ich je gesehen habe. Dazu kommt dann noch der Wetterunterschied, dies war die bei weitem anspruchsvollste Ultrastrecke, die ich je in meinem Leben bewältigt habe.


Was bedeutet Ultraskating für mich?
Wenn man „ultra“ in einem klassischen Wörterbuch nachschlägt, findet man Wörter wie „Extreme“, „heftig“ oder „knallhart“, alle diese Wörter passen zu mir und meiner Art des Skatens. Trotzdem musste ich feststellen, dass diese Wörter nicht reichen, um „ultraskating“ zu definieren… da gehört weitaus mehr zu…

Ultraskating ist für mich eine Mischung aus Gedanken und Handlungen sowohl beim als auch nach oder vor dem Skaten. Wir sprechen also über psychische und physische Eigenschaften, die kombiniert werden müssen, wenn das erreicht wird, erlaubt es einen Zen-ähnlichen Zustand, den ich ULTRA genannt habe. Dieser Zustand schafft eine Verbindung zwischen Körper und Geist und mach einen stärker!

Vor vier Jahren hatte ich den ersten Kontakt mit dem ULTRAskaten bei einer Veranstaltung mit dem Namen RAGBRAI in Iowa. RAGBRAI ist eine siebentägige Radveranstaltung durch den gesamten Bundesstaat Iowa. In dieser Woche bin ich im Zickzack durch all die kleinen Städte und Landschaften von Iowa gefahren, habe die Menschen getroffen und konnte viele schöne Aussichten genießen. Mit durchschnittliche 50-70 Meilen pro Tag entdeckte ich eine neue Art des Skatens, in die ich mich verlieben würde. RAGBRAI hat mir nicht nur einen ersten Vorgeschmack auf ULTRA gegeben, sondern mir auch geholfen, Grundlagen und Regeln zu erarbeiten, um zu definieren, was ULTRAskating für mich bedeutet.

Grundregel 1: Wähle einen Ort und entscheide dich für die Strecke.

Das Schöne am Leben in einer globalisierten Welt ist, dass es asphaltierte Straßen in nahezu jeden Ort gibt, den man erreichen möchte. So musst du also nur noch entscheiden, wohin du möchtest. Oft träume ich von Orten, von denen ich denke, dass sie schön sein könnten oder von den Orten, von denen ich noch nichts weiß und die mich deshalb neugierig machen. Nachdem ich einen Ort ausgewählt habe, studiere ich ihn auf der Karte und schaue mir alles genau an, dann fange ich an, Distanzen, die meiner Kondition und meinem Können auf Skates entsprechen, auszuwählen. Ich glaube, das Beste an der Suche nach UlTRA ist, dass man alles der eigenen Erfahrung anpassen kann, so wächst man immer weiter. Wenn ich Strecken auswähle, die ich skaten möchte, dann wähle ich keine Zahl, also keine Kilometer, die auf dem Können von anderen Skatern beruhen, sondern ich entscheide und passe an mein Können an. Ich suche mir aus, was ich für mich als richtig einordne. Ich wähle eine Route, von der ich weiß, dass sie mich auf eine Weise herausfordert, die mir hilft als Skater und als Individuum zu wachsen.

Grundregel 2: Suche dir eine Route, die dich physisch und mental herausfordert, achte dabei immer auf dein Können und deine Fähigkeiten aber fürchte dich nicht davor, an deine persönlichen Grenzen zu gehen. Die Planung einer ULTRAskate-Strecke sollte genauso viel Spaß machen und herausfordernd sein wie das spätere Skaten.

Grundregel 3: Sei vorbereitet!
Natürlich macht es einen riesen Spaß von verschiedenen Orten zu träumen aber die Vorbereitung ist ein besonders wichtiger Teil und muss daher absolut ernst genommen werden. Ich beginne mit der Planung der Strecke, die ich skaten möchte. Google Maps und die Straßenansicht können dabei sehr nützlich sein, um das Gelände zu erkunden. Skating- oder Fahrradforen und Social-Media wie Facebook sind einige der vielen online verfügbaren Ressourcen, die dir bei der Planung der Skatestrecke helfen können.

Trau dich ruhig, über die sozialen Medien Kontakt zu den Menschen in dem Gebiet, in dem du skaten möchtest, zu kontaktieren.

Als nächstes benötigst du die passende Ausrüstung. Ich habe festgestellt, dass meine Liebe zum Campen sich mit dem ULTRAskating verbinden lässt. Das Skaten ist mit hohen Anstrengungen verbunden, das sollte man beim Packen des Rucksacks bedenken. Ich halte mich da an die Regeln, die es auch beim Backpacking zu beachten gilt. Trage nur das Notwendigste mit dir herum, organisiere dich gut und achte bei deinen Entscheidungen auf dich und deine Umwelt.

Achte auf dein Gepäck! Bei einer mehrtägigen Skatetour wird dein Rucksack zu einem Zuhause. Du trägst deinen Rucksack und der trägt deine Ausrüstung… Für dieses Vorhaben habe ich mich für den Juice Pack von Melio entschieden. Melio ist ein Unternehmen, das Solartechnologie entwickelt, um Umweltbelastungen gering zu halten und nachhaltig zu arbeiten. Dieses Backpack ist großartig und zu einem zentralen Bestandteil für meine Touren geworden. Es ist extrem stabil gebaut, mit all dem Platz, den ich zum Tragen meiner Ausrüstung brauche. Am wichtigsten ist jedoch das ins Juice eingebaute Sonnensystem. Mit einem kleinen und austauschbaren Solarpanel, welches es mir ermöglicht, mein Telefon, die Beleuchtung oder meine Kamera aufzuladen. Darüber muss ich mir schon mal keine Sorgen machen… So kann ich jederzeit Strom „nachladen“ und garantieren, dass ich die Story meines Ultraskates auch festhalten kann.

Wenn du neugierig geworden bist, besuche www.meliodesign.com und erfahre mehr darüber.


Als nächstes musst du die Ausrüstung auswählen, die du in den Rucksack packen möchtest. Auch hier ist es wichtig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auf dieser Tour habe ich folgendes mitgenommen:
-Mein Juice-Pack von Melio
-Zelt
-Schlafsack
-Kochset
-Scheinwerfer/Beleuchtung
-Block für Notizen
-Kamera und Ausrüstung à 2 Gopros und insta360
-2 Hemden, Pullover, Windjacke, Sporthose, Laufshorts, Socken (Rollerblade macht die besten Skatesocken.
-Wasserflasche
-Ersatzwerkzeug und Schrauben

Das wichtigste, was man natürlich braucht, sind die Skates. In meinem Film wirst du sehen, dass ich den Rollerblade Twister mit einem 125mm Setup skate. Ich finde, dass der Twister mit einem sehr komfortablen Innenschuh ausgestattet ist, zusätzlich kann ich durch den Cuff und das Verschlusssystem Stabilität am Fuß erzeugen. Gerade mit Rucksack ist ein guter Stand im Skate besonders wichtig. Die Rollen sind echt klasse. Das montierte Setup hat ca. 500 Meilen von SF nach LA gelaufen und mich und mein Zusatzgepäck nicht im Stich gelassen. Das sorgt für ein gutes Gefühl, welches bei solchen Touren natürlich wichtig ist. Auf sein Material muss man sich halt verlassen können!!!

Nach der Planung der Route, dem Vorbereiten und Packen der Ausrüstung und dem Vorbereiten der Skates bleibt also nur noch eines übrig…

Grundregel 4: Den Naturgesetzten folgen, gut sein, Gutes tun, sich gut fühlen und Gutes weitergeben!

Auf dieser letzten Grundlage basieren alle meine Touren. Ich spreche gerne vom Naturgesetz, weil es sich für mich einfach nach Freiheit anfühlt. Gut sein bedeutet dankbar zu sein!

So empfindet man Wertschätzung und Verständnis für die Welt um sich herum und kann sich das auch bewusst machen. Jede Ultratour, die ich mache, ist eine Gelegenheit für mich zu lernen und zu wachsen. Wenn ich neue Orte, neue Kulturen und natürlich neue Menschen erlebe und kennenlerne, verändert sich die eigene Perspektive auf die Welt. Ich habe das große Glück an so vielen Orten skaten zu können. Tue Gutes, jede Reise und jede Handlung lässt mich dem ULTRA oder dem Zen einen Schritt näherkommen. Ich finde, dass ist der zentrale Punkt, der positive Energie erzeugt und mein Handeln und Denken beeinflusst. Befolge die goldene Regel, einen Campingplatz sauberer und besser zu verlassen als du ihn vorgefunden hast und wende das auf deine gesamte Tour und alle Straßen an. Alles andere wird sich dann fügen. Ich habe festgestellt, dass das Universum für mich sorg, wenn ich die Natur und die Erlebnisse auf meiner Reise achte und wertschätze.

Am letzten Tag der Ultraskate-Tour wachte ich auf einer Klippe auf, von der aus ich den Highway 1 und den Pazifik sehen konnte. Ich befand mich gerade nördlich von Malibu, der heute Tag hatte etwas 30-40 Meilen… Nichts im Vergleich zu den 71 Meilen von gestern…
Ich war unfassbar aufgeregt aber auch glücklich als ich mein Lager langsam abbaute und mich bereit machte.

Ich rollte meinen Schlafsack zusammen und baute das Zelt ab. Noch schnell ein paar Fotos machen und dann ab in Richtung Ziellinie nach LA.

Nachdem ich das Lager abgebrochen und alles zusammengepackt hatte, machte ich mich auf den Weg zum Rand der Klippe. Ich blickte nach rechts, nördlich der Strecke des Highway 1… All das hatte ich bereits mit den Skates erkundet. Auf der linken Seite blickte ich südlich den Highway hinunter und sofort kam dieses schöne und auch etwas stolze Gefühl in mir auf, welches ich diese Woche schon öfter verspürt hatte. Jeden Morgen der vergangenen 10 tage trat ich auf die Straße und als ich mir den langen Weg ansah war es, als blickte die Straße zurück. Das war schon komisch und etwas unheilvoll, ich hatte Angst vor dem Unbekannten. Am 10. Tag war es jedoch nur noch Spannung und Abenteuerlust, die übrig war. Aus dem unheilvollen Gefühl war ein einladendes geworden.

Die Meilen und Momente hatten mich geprägt und meine Entschlossenheit gestärkt.
Dann schaute ich über die Straße hinaus auf den blauen und weiten Ozean.

Jetzt fühlte sich das Ganze einfach nur noch verrückt an, schließlich war ich über 450 Meilen an dieser herrlichen Küste geskatet.
Ich war viele Tage lang ständig in Bewegung. Ich war auf den ein oder anderen Berg geklettert und auf der anderen Seite wieder abgestiegen. Ich skatete durch kalifornisches Ackerland und winkte den Arbeitern auf den Feldern zu, muhte die Kühe an, die mich nur anstarrten als hätte sie noch nie einen Skater gesehen. Das Grün der Täler war ebenso atemberaubend wie das Blau des Ozeans. Ich war kilometerlange Strände entlanggerannt und habe im Meer gebadet, ich habe das Leben und die Städte Kaliforniens gesehen…
Als ich auf das Meer schaute, konnte ich spüren, wie ich mit den Wellen schwankte. Die Wellen schlugen rhythmisch nacheinander am Strand ein.  
Ich habe also ULTRA gespürt. Meine ganze Energie und die Energie der Welt um mich herum waren gerade in einem epischen Skateabenteuer verschmolzen. Ich bin extrem dankbar, das erlebt haben zu können. Auf dem Weg über die Klippen machte ich misch schon für die letzte Etappe fertig. Ich war total aufgeregt. Die letzten Meilen fühlten sich an als könnte ich fliegen. Ich konnte das Gewicht jeder Meile hinter mir spüren…

Auf den letzten Kilometern war ich in einem Zustand, den ich niemals zuvor erreicht hatte. Ich spürte Unendlichkeit.

Ich fuhr nach LA und filmte meine letzten Momente und die letzten Gedanken der Tour. All das und noch viel mehr kannst du dir in dem Film anschauen, der bei dieser Tour entstanden ist. Ich werde über die Wellen sprechen, die Wellen der Dankbarkeit, die mich überkamen. Gleichzeitig trugen sie mich vorwärts und erzeugten Bewegungen in meinem Leben und sie werden mich in meinem ganzen Leben und bei den Vorbereitungen für die nächste Tour weiter begleiten und in Bewegung versetzten. Man muss sie nur wahrnehmen, sich bewusst machen und dankbar dafür sein!

Ich wünsche jedem, seine eigenen Wellen zu finden und zu nutzen.
-Caleb Austin Smith
-Kaleboston

Ich möchte allen danken, die mich bei der Entstehung von ULTRA unterstützt haben.

Dies ist eines meiner größten Lebenswerke und ohne die Unterstützung so vieler Menschen hätte ich das nicht schaffen können.

Danke an Bambi, meinen Partner, der meine Visionen und Träume immer unterstützt hat.
Danke an Bruce, der mir als Mentor zur Seite stand als ich Momente des Nachdenkens erreichte und natürlich für die Bearbeitung von ULTRA.
Vielen Dank an Spencer Smith, JB und Cole und Maddie für die Unterstützung bei der Dokumentation.
UND Danke an alle, die während dieser epischen Reise Worte und Wellen positiver Energie geschickt haben!!!

Vielen Dank an meine Sponsoren:
Melio
Www.meliodesign.com
Agogie
Www.agogie.com
Skate IA
Www.skateia.org

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